HINTERGRUND
Ein zweites Leben
Markus Mewes baut unverwechselbare Unikate aus alten Weinfässern

Der Asphalt schwitzt, es ist ein heißer Spätsommertag im 1000-Einwohner-Dorf Duttweiler am Rand der Südlichen Weinstraße. In wenigen Tagen wird die Weinlese beginnen. In den Kellern der Güter und Höfe warten derweil die Fässer darauf, endlich befüllt zu werden.

 

Auch in der Werkhalle von Magnus Mewes warten Fässer, frisch aus Frankreich eingetroffen. Eine Ladung hochwertiger Eichen­barriques der französischen Traditionshersteller Frères und Mercier, aufgetürmt an der Außenwand, ihr säuerlicher Geruch sticht in die Nase. Doch nicht etwa auf den jungen Riesling, Weiß- oder Spätburgunder warten sie. „Das Innere muss nach außen“, erklärt Mewes kategorisch, greift sich den Küferhammer, setzt drei, vier gezielte Schläge auf den Fassring, das Stahlband löst sich. Mit einem stumpfen Krachen brechen die Dauben auseinander, ein intensiver Duft aus fruchtigem Rotwein und warmen Vanilletönen steigt empor.

 

Mewes klaubt eine Fassdaube vom Boden, streift die himbeerroten Weinsteinkristalle ab und streichelt über die raue, tiefrote Oberfläche. Das macht einen gleichmäßig dumpfen Ton, keinen hellen, Gott sei Dank, die Ware ist in Ordnung. Weder sicht- noch hörbare Blasen, die eine Weiterverarbeitung erschweren oder gar unmöglich machen würden.

 

Mewesʼ Fässer haben ihre Zeit im Weinkeller bereits hinter sich, ihr 200 Jahre altes Holz hat – nach nur vier Befüllungen – sein opulentes Aroma nahezu vollständig an den Rebensaft abgegeben. Für ihren eigentlichen Zweck sind die Fässer damit unbrauchbar geworden. Doch Magnus Mewes schenkt den Brettern, die Farbe und Blume der edlen Trauben aufgesogen haben, ein zweites Leben – von dem erzählt seine nahe der neuen Werkhalle gelegene bisherige Werkstatt auf dem Weingut Bergdolt, einem vormaligen Wirtschaftsgebäude des mittelalterlichen Benediktinerklosters St. Lamprecht.

 

Handgefertigte Stühle schweben kopfüber unter der Decke, kaum eine Nische der nur vierzig Quadratmeter, in der sich die Erzeugnisse des 38 Jahre alten Produktgestalters nicht meterhoch stapeln. „Ich habe ein Platzproblem“, grinst Mewes. Der gelernte Steinmetz, der später noch ein Designer-Diplom an der Bauhaus-Universität Weimar draufsetzte, produziert hier neben einzigartigen Sitzmöbeln robuste Schneidebretter in dreierlei Größen, Messer und Tische. Allen gemeinsam ist die natürliche rotbraune Färbung der Hölzer.

 

Es hat sich herumgesprochen, wie faszinierend Mewesʼ Einzelstücke sind, und so klopft mit schöner Regelmäßigkeit auch die gehobene Gastronomie an und ordert ganze Einrichtungen. Zufrieden legt Mewes das Holzscheit, das er gerade in Händen hält, zu den anderen. Sorgsam durchnummeriert – jedes Möbel ist aus einem einzigen Barrique gefertigt – bilden sie das Ausgangsmaterial für Mewesʼ Produkte, die unter anderem mit dem Recycling-Designpreis ausgezeichnet wurden.

 

Kürzlich hat der Qualitätsfanatiker ein neues Werkzeug erworben, einen Dämpfer, um zukünftig das ganze Fass verwenden zu können. „Für die Barriquehocker werden bisher nur die mittleren Dauben zurechtgeschnitten, gehobelt und gesägt. Ihre Biegung ist ein ergonomischer Glücksfall.“ Mit dem Dämpfer aber lasse sich auch das restliche Holz geschmeidig weiterverarbeiten - ohne sägen und leimen zu müssen.

 

Vor sieben Jahren, als der Weißburgundertrinker Mewes zu seiner langjährigen Lebensgefährtin Carolin Bergdolt auf den Hof zog, erwarteten nicht wenige, dass nun er es wäre, der das Gut von Carolins Vater übernimmt. Doch als Mewes dort die ausgedienten Barriquefässer sah, habe er gewusst: „Das ist meine Bestimmung.“

 

Während Carolin Bergdolt sich an der Seite ihres Vaters auf die Übernahme des Familienguts vorbereitet, investiert Magnus Mewes seine ganze Energie in den weiteren Ausbau seines Geschäfts – außer natürlich in der Zeit der Ernte. Denn dann packt hier jeder im Weinberg mit an.

Der Asphalt schwitzt, es ist ein heißer Spätsommertag im 1000-Einwohner-Dorf Duttweiler am Rand der Südlichen Weinstraße. In wenigen Tagen wird die Weinlese beginnen. In den Kellern der Güter und Höfe warten derweil die Fässer darauf, endlich befüllt zu werden.

 

Auch in der Werkhalle von Magnus Mewes warten Fässer, frisch aus Frankreich eingetroffen. Eine Ladung hochwertiger Eichen­barriques der französischen Traditionshersteller Frères und Mercier, aufgetürmt an der Außenwand, ihr säuerlicher Geruch sticht in die Nase. Doch nicht etwa auf den jungen Riesling, Weiß- oder Spätburgunder warten sie. „Das Innere muss nach außen“, erklärt Mewes kategorisch, greift sich den Küferhammer, setzt drei, vier gezielte Schläge auf den Fassring, das Stahlband löst sich. Mit einem stumpfen Krachen brechen die Dauben auseinander, ein intensiver Duft aus fruchtigem Rotwein und warmen Vanilletönen steigt empor.

 

Mewes klaubt eine Fassdaube vom Boden, streift die himbeerroten Weinsteinkristalle ab und streichelt über die raue, tiefrote Oberfläche. Das macht einen gleichmäßig dumpfen Ton, keinen hellen, Gott sei Dank, die Ware ist in Ordnung. Weder sicht- noch hörbare Blasen, die eine Weiterverarbeitung erschweren oder gar unmöglich machen würden.

 

Mewesʼ Fässer haben ihre Zeit im Weinkeller bereits hinter sich, ihr 200 Jahre altes Holz hat – nach nur vier Befüllungen – sein opulentes Aroma nahezu vollständig an den Rebensaft abgegeben. Für ihren eigentlichen Zweck sind die Fässer damit unbrauchbar geworden. Doch Magnus Mewes schenkt den Brettern, die Farbe und Blume der edlen Trauben aufgesogen haben, ein zweites Leben – von dem erzählt seine nahe der neuen Werkhalle gelegene bisherige Werkstatt auf dem Weingut Bergdolt, einem vormaligen Wirtschaftsgebäude des mittelalterlichen Benediktinerklosters St. Lamprecht.

 

Handgefertigte Stühle schweben kopfüber unter der Decke, kaum eine Nische der nur vierzig Quadratmeter, in der sich die Erzeugnisse des 38 Jahre alten Produktgestalters nicht meterhoch stapeln. „Ich habe ein Platzproblem“, grinst Mewes. Der gelernte Steinmetz, der später noch ein Designer-Diplom an der Bauhaus-Universität Weimar draufsetzte, produziert hier neben einzigartigen Sitzmöbeln robuste Schneidebretter in dreierlei Größen, Messer und Tische. Allen gemeinsam ist die natürliche rotbraune Färbung der Hölzer.

 

Es hat sich herumgesprochen, wie faszinierend Mewesʼ Einzelstücke sind, und so klopft mit schöner Regelmäßigkeit auch die gehobene Gastronomie an und ordert ganze Einrichtungen. Zufrieden legt Mewes das Holzscheit, das er gerade in Händen hält, zu den anderen. Sorgsam durchnummeriert – jedes Möbel ist aus einem einzigen Barrique gefertigt – bilden sie das Ausgangsmaterial für Mewesʼ Produkte, die unter anderem mit dem Recycling-Designpreis ausgezeichnet wurden.

 

Kürzlich hat der Qualitätsfanatiker ein neues Werkzeug erworben, einen Dämpfer, um zukünftig das ganze Fass verwenden zu können. „Für die Barriquehocker werden bisher nur die mittleren Dauben zurechtgeschnitten, gehobelt und gesägt. Ihre Biegung ist ein ergonomischer Glücksfall.“ Mit dem Dämpfer aber lasse sich auch das restliche Holz geschmeidig weiterverarbeiten - ohne sägen und leimen zu müssen.

 

Vor sieben Jahren, als der Weißburgundertrinker Mewes zu seiner langjährigen Lebensgefährtin Carolin Bergdolt auf den Hof zog, erwarteten nicht wenige, dass nun er es wäre, der das Gut von Carolins Vater übernimmt. Doch als Mewes dort die ausgedienten Barriquefässer sah, habe er gewusst: „Das ist meine Bestimmung.“

 

Während Carolin Bergdolt sich an der Seite ihres Vaters auf die Übernahme des Familienguts vorbereitet, investiert Magnus Mewes seine ganze Energie in den weiteren Ausbau seines Geschäfts – außer natürlich in der Zeit der Ernte. Denn dann packt hier jeder im Weinberg mit an.

Der Asphalt schwitzt, es ist ein heißer Spätsommertag im 1000-Einwohner-Dorf Duttweiler am Rand der Südlichen Weinstraße. In wenigen Tagen wird die Weinlese beginnen. In den Kellern der Güter und Höfe warten derweil die Fässer darauf, endlich befüllt zu werden.

 

Auch in der Werkhalle von Magnus Mewes warten Fässer, frisch aus Frankreich eingetroffen. Eine Ladung hochwertiger Eichen­barriques der französischen Traditionshersteller Frères und Mercier, aufgetürmt an der Außenwand, ihr säuerlicher Geruch sticht in die Nase. Doch nicht etwa auf den jungen Riesling, Weiß- oder Spätburgunder warten sie. „Das Innere muss nach außen“, erklärt Mewes kategorisch, greift sich den Küferhammer, setzt drei, vier gezielte Schläge auf den Fassring, das Stahlband löst sich. Mit einem stumpfen Krachen brechen die Dauben auseinander, ein intensiver Duft aus fruchtigem Rotwein und warmen Vanilletönen steigt empor.

 

Mewes klaubt eine Fassdaube vom Boden, streift die himbeerroten Weinsteinkristalle ab und streichelt über die raue, tiefrote Oberfläche. Das macht einen gleichmäßig dumpfen Ton, keinen hellen, Gott sei Dank, die Ware ist in Ordnung. Weder sicht- noch hörbare Blasen, die eine Weiterverarbeitung erschweren oder gar unmöglich machen würden.

Mewesʼ Fässer haben ihre Zeit im Weinkeller bereits hinter sich, ihr 200 Jahre altes Holz hat – nach nur vier Befüllungen – sein opulentes Aroma nahezu vollständig an den Rebensaft abgegeben. Für ihren eigentlichen Zweck sind die Fässer damit unbrauchbar geworden. Doch Magnus Mewes schenkt den Brettern, die Farbe und Blume der edlen Trauben aufgesogen haben, ein zweites Leben – von dem erzählt seine nahe der neuen Werkhalle gelegene bisherige Werkstatt auf dem Weingut Bergdolt, einem vormaligen Wirtschaftsgebäude des mittelalterlichen Benediktinerklosters St. Lamprecht.

 

Handgefertigte Stühle schweben kopfüber unter der Decke, kaum eine Nische der nur vierzig Quadratmeter, in der sich die Erzeugnisse des 38 Jahre alten Produktgestalters nicht meterhoch stapeln. „Ich habe ein Platzproblem“, grinst Mewes. Der gelernte Steinmetz, der später noch ein Designer-Diplom an der Bauhaus-Universität Weimar draufsetzte, produziert hier neben einzigartigen Sitzmöbeln robuste Schneidebretter in dreierlei Größen, Messer und Tische. Allen gemeinsam ist die natürliche rotbraune Färbung der Hölzer.

Es hat sich herumgesprochen, wie faszinierend Mewesʼ Einzelstücke sind, und so klopft mit schöner Regelmäßigkeit auch die gehobene Gastronomie an und ordert ganze Einrichtungen. Zufrieden legt Mewes das Holzscheit, das er gerade in Händen hält, zu den anderen. Sorgsam durchnummeriert – jedes Möbel ist aus einem einzigen Barrique gefertigt – bilden sie das Ausgangsmaterial für Mewesʼ Produkte, die unter anderem mit dem Recycling-Designpreis ausgezeichnet wurden.

 

Kürzlich hat der Qualitätsfanatiker ein neues Werkzeug erworben, einen Dämpfer, um zukünftig das ganze Fass verwenden zu können. „Für die Barriquehocker werden bisher nur die mittleren Dauben zurechtgeschnitten, gehobelt und gesägt. Ihre Biegung ist ein ergonomischer Glücksfall.“ Mit dem Dämpfer aber lasse sich auch das restliche Holz geschmeidig weiterverarbeiten - ohne sägen und leimen zu müssen.

 

Vor sieben Jahren, als der Weißburgundertrinker Mewes zu seiner langjährigen Lebensgefährtin Carolin Bergdolt auf den Hof zog, erwarteten nicht wenige, dass nun er es wäre, der das Gut von Carolins Vater übernimmt. Doch als Mewes dort die ausgedienten Barriquefässer sah, habe er gewusst: „Das ist meine Bestimmung.“

 

Während Carolin Bergdolt sich an der Seite ihres Vaters auf die Übernahme des Familienguts vorbereitet, investiert Magnus Mewes seine ganze Energie in den weiteren Ausbau seines Geschäfts – außer natürlich in der Zeit der Ernte. Denn dann packt hier jeder im Weinberg mit an.

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