Unser Jahreskalender 2022 vereint 28 Porträts charakterstarker Kühe, Bullen und Ochsen. Wir haben hinter die Kulissen geschaut
Stolze Rinder

Unsere mehrfach ausgezeichnete Kalender-Reihe geht in die nächste Runde: Kühe, Ochsen und Bullen in all ihrer Vielfalt und Pracht stehen dieses Mal im Mittelpunkt - vom zierlichen Angler-Kalb bis zum tonnenschweren Braunvieh-Holsteiner, vom heimischen Fleckvieh bis zum Ungarischen Steppenrind. Manfred Jarisch eröffnet uns mit seinen Bildern einen faszinierenden Blick auf die jahrtausendealte Beziehung zwischen Mensch und Rind.

Es klingt ein bisschen wie ein alter Witz: Was machen ein Wasserbüffel, ein Yak und ein Heckrind in einem Partyzelt? Wer an diesem warmen Junitag am Rande des Tier- und Landschaftsparks Arche Warder in Schleswig-Holstein bis ans Ende des Geländes läuft und durch einen kleinen Spalt in das Zelt späht, in dem Aufnahmen für diesen Kalender gemacht werden, der sieht auf einen Blick: Sie machen einfach, was sie wollen.

Taschi, die Yakdame, läuft aufgeregt im Kreis. Das einjährige Rind ist schmal und scheu und wirkt eher wie ein groß geratenes Reh als ein Abkömmling der robusten Rinderherden aus Hochasien. Während­dessen stürmt der Wasserbüffel Zorro auf den Fotografen zu und schleckt am Objektiv, zerrt an den Zeltplanen, rangelt mit den Tierpflegern. Nur das Heckrind Zloty zeigt sich so, wie wir Rinder kennen: Der klein geratene Ochse mit dem graubraunen Fell steht brav in der Mitte und schaut aus großen dunklen Augen dem Tumult zu.

Drei Rinder in einem Zelt, die die Vielfalt der Gattungen auf der ganzen Welt widerspiegeln. Drei Rinder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihren Charakter und ihr Wesen fängt Manfred Jarisch gemeinsam mit seinem Assistenten David Saß für den diesjährigen Kalender des Greenpeace Magazins ein. Die wichtigste Eigenschaft dafür sei Geduld, sagt Jarisch. „Wir haben alle Zeit der Welt“, flüstert er, während er wenige Meter vor dem ungleichen Rindertrio im Heu kniet und wartet, bis die Tiere sich entspannen und der richtige Moment für die Aufnahmen gekommen ist.

Das Leben von Rindern ist seit Jahrtausenden aufs Engste mit dem der Menschen verknüpft. Seit dem Beginn der Ackerbaukultur leben Homo sapiens und die domestizierten Nachfahren des Auer­ochsen zusammen. Von dieser engen Beziehung zeugen Rinderkulte, wie man sie heute vor allem aus dem Hinduismus kennt. In Hochkulturen wie im alten Ägypten wurde sogar der Himmel als große nahrungsspendende Kuh imaginiert. Doch in Deutschland kennen die meisten Menschen die hier lebenden 11,2 Millionen Rinder hauptsäch­lich aus Werbevideos oder von Bildern auf Lebensmittelver­packungen. Wirklich viel wissen wir nicht über diese Tiere, ihre komplexen sozialen Beziehungen, ihr Leben abseits der „Nutztierhaltung“. Manfred Jarischs Aufnahmen zeigen die Rinder in ihrer natürlichen Anmut und geben uns Gelegenheit, über die vielseitigen Tiere zu sinnieren.

Dafür, dass sich die Rinder beim Fototermin wohlfühlen, ist in der Arche Warder Rona Wichmann zuständig. Die 25-jährige Tier­pflegerin, die ihre Kolleginnen und Kollegen „die Kuhflüsterin“ nennen, weiß genau, welches Tier Brot mag, wer am Rücken gekratzt werden und wer lieber für sich sein will. „Rinder sind sanfte Tiere. Um gut mit ihnen zu arbeiten, braucht man selbst eine innere Ruhe“, sagt sie. Das zeigte sich auch auf den Lebenshöfen „RinderWahnSinn“ in Niederösterreich und der „Villa Kuhnterbunt“ bei Basel, wo Manfred Jarisch ebenfalls Aufnahmen machte: Die Tiere sind nur durch bedächtiges Locken und Abwarten zum Fotoshooting zu bewe­gen – bei vier Mägen sind zudem Leckereien ein starkes Argument.

Am Ende eines langen Fototermins sitzt Manfred Jarisch schließlich am Rand der Weide in der Arche Warder in einem Campingstuhl. Er sieht erschöpft aus, aber zufrieden. „Auf den ersten Blick ist das nicht zu erkennen, aber wer den Rindern länger zuschaut, sieht deren erstaunliche Mimik“, sagt er. Diese Ausdrucksstärke wolle er in seinen Bildern zeigen. Wenige Meter hinter ihm steht der Wasserbüffel Zorro auf der anderen Seite des Zaunes und muht den Fotografen herausfor­dernd an. Es klingt, als hätte er Lust auf eine weitere Runde im Partyzelt. 

 

 

Manfred Jarisch

(auf den Bildern mit Kappe und Kamera), Jahrgang 1966, lebt in München und fotografiert regelmäßig für das Greenpeace Magazin. In den letzten Jahren hat er für unsere Kalender unter anderem Schafe, Esel und Schweine auf einzigartige Weise in Szene gesetzt.

Unsere mehrfach ausgezeichnete Kalender-Reihe geht in die nächste Runde: Kühe, Ochsen und Bullen in all ihrer Vielfalt und Pracht stehen dieses Mal im Mittelpunkt - vom zierlichen Angler-Kalb bis zum tonnenschweren Braunvieh-Holsteiner, vom heimischen Fleckvieh bis zum Ungarischen Steppenrind. Manfred Jarisch eröffnet uns mit seinen Bildern einen faszinierenden Blick auf die jahrtausendealte Beziehung zwischen Mensch und Rind.

Es klingt ein bisschen wie ein alter Witz: Was machen ein Wasserbüffel, ein Yak und ein Heckrind in einem Partyzelt? Wer an diesem warmen Junitag am Rande des Tier- und Landschaftsparks Arche Warder in Schleswig-Holstein bis ans Ende des Geländes läuft und durch einen kleinen Spalt in das Zelt späht, in dem Aufnahmen für diesen Kalender gemacht werden, der sieht auf einen Blick: Sie machen einfach, was sie wollen.

Taschi, die Yakdame, läuft aufgeregt im Kreis. Das einjährige Rind ist schmal und scheu und wirkt eher wie ein groß geratenes Reh als ein Abkömmling der robusten Rinderherden aus Hochasien. Während­dessen stürmt der Wasserbüffel Zorro auf den Fotografen zu und schleckt am Objektiv, zerrt an den Zeltplanen, rangelt mit den Tierpflegern. Nur das Heckrind Zloty zeigt sich so, wie wir Rinder kennen: Der klein geratene Ochse mit dem graubraunen Fell steht brav in der Mitte und schaut aus großen dunklen Augen dem Tumult zu.

Drei Rinder in einem Zelt, die die Vielfalt der Gattungen auf der ganzen Welt widerspiegeln. Drei Rinder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihren Charakter und ihr Wesen fängt Manfred Jarisch gemeinsam mit seinem Assistenten David Saß für den diesjährigen Kalender des Greenpeace Magazins ein. Die wichtigste Eigenschaft dafür sei Geduld, sagt Jarisch. „Wir haben alle Zeit der Welt“, flüstert er, während er wenige Meter vor dem ungleichen Rindertrio im Heu kniet und wartet, bis die Tiere sich entspannen und der richtige Moment für die Aufnahmen gekommen ist.

Das Leben von Rindern ist seit Jahrtausenden aufs Engste mit dem der Menschen verknüpft. Seit dem Beginn der Ackerbaukultur leben Homo sapiens und die domestizierten Nachfahren des Auer­ochsen zusammen. Von dieser engen Beziehung zeugen Rinderkulte, wie man sie heute vor allem aus dem Hinduismus kennt. In Hochkulturen wie im alten Ägypten wurde sogar der Himmel als große nahrungsspendende Kuh imaginiert. Doch in Deutschland kennen die meisten Menschen die hier lebenden 11,2 Millionen Rinder hauptsäch­lich aus Werbevideos oder von Bildern auf Lebensmittelver­packungen. Wirklich viel wissen wir nicht über diese Tiere, ihre komplexen sozialen Beziehungen, ihr Leben abseits der „Nutztierhaltung“. Manfred Jarischs Aufnahmen zeigen die Rinder in ihrer natürlichen Anmut und geben uns Gelegenheit, über die vielseitigen Tiere zu sinnieren.

Dafür, dass sich die Rinder beim Fototermin wohlfühlen, ist in der Arche Warder Rona Wichmann zuständig. Die 25-jährige Tier­pflegerin, die ihre Kolleginnen und Kollegen „die Kuhflüsterin“ nennen, weiß genau, welches Tier Brot mag, wer am Rücken gekratzt werden und wer lieber für sich sein will. „Rinder sind sanfte Tiere. Um gut mit ihnen zu arbeiten, braucht man selbst eine innere Ruhe“, sagt sie. Das zeigte sich auch auf den Lebenshöfen „RinderWahnSinn“ in Niederösterreich und der „Villa Kuhnterbunt“ bei Basel, wo Manfred Jarisch ebenfalls Aufnahmen machte: Die Tiere sind nur durch bedächtiges Locken und Abwarten zum Fotoshooting zu bewe­gen – bei vier Mägen sind zudem Leckereien ein starkes Argument.

Am Ende eines langen Fototermins sitzt Manfred Jarisch schließlich am Rand der Weide in der Arche Warder in einem Campingstuhl. Er sieht erschöpft aus, aber zufrieden. „Auf den ersten Blick ist das nicht zu erkennen, aber wer den Rindern länger zuschaut, sieht deren erstaunliche Mimik“, sagt er. Diese Ausdrucksstärke wolle er in seinen Bildern zeigen. Wenige Meter hinter ihm steht der Wasserbüffel Zorro auf der anderen Seite des Zaunes und muht den Fotografen herausfor­dernd an. Es klingt, als hätte er Lust auf eine weitere Runde im Partyzelt. 

 

 

Manfred Jarisch

(auf den Bildern mit Kappe und Kamera), Jahrgang 1966, lebt in München und fotografiert regelmäßig für das Greenpeace Magazin. In den letzten Jahren hat er für unsere Kalender unter anderem Schafe, Esel und Schweine auf einzigartige Weise in Szene gesetzt.

Unsere mehrfach ausgezeichnete Kalender-Reihe geht in die nächste Runde: Kühe, Ochsen und Bullen in all ihrer Vielfalt und Pracht stehen dieses Mal im Mittelpunkt - vom zierlichen Angler-Kalb bis zum tonnenschweren Braunvieh-Holsteiner, vom heimischen Fleckvieh bis zum Ungarischen Steppenrind. Manfred Jarisch eröffnet uns mit seinen Bildern einen faszinierenden Blick auf die jahrtausendealte Beziehung zwischen Mensch und Rind.

Es klingt ein bisschen wie ein alter Witz: Was machen ein Wasserbüffel, ein Yak und ein Heckrind in einem Partyzelt? Wer an diesem warmen Junitag am Rande des Tier- und Landschaftsparks Arche Warder in Schleswig-Holstein bis ans Ende des Geländes läuft und durch einen kleinen Spalt in das Zelt späht, in dem Aufnahmen für diesen Kalender gemacht werden, der sieht auf einen Blick: Sie machen einfach, was sie wollen.

Taschi, die Yakdame, läuft aufgeregt im Kreis. Das einjährige Rind ist schmal und scheu und wirkt eher wie ein groß geratenes Reh als ein Abkömmling der robusten Rinderherden aus Hochasien. Während­dessen stürmt der Wasserbüffel Zorro auf den Fotografen zu und schleckt am Objektiv, zerrt an den Zeltplanen, rangelt mit den Tierpflegern. Nur das Heckrind Zloty zeigt sich so, wie wir Rinder kennen: Der klein geratene Ochse mit dem graubraunen Fell steht brav in der Mitte und schaut aus großen dunklen Augen dem Tumult zu.

Drei Rinder in einem Zelt, die die Vielfalt der Gattungen auf der ganzen Welt widerspiegeln. Drei Rinder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihren Charakter und ihr Wesen fängt Manfred Jarisch gemeinsam mit seinem Assistenten David Saß für den diesjährigen Kalender des Greenpeace Magazins ein. Die wichtigste Eigenschaft dafür sei Geduld, sagt Jarisch. „Wir haben alle Zeit der Welt“, flüstert er, während er wenige Meter vor dem ungleichen Rindertrio im Heu kniet und wartet, bis die Tiere sich entspannen und der richtige Moment für die Aufnahmen gekommen ist.

Das Leben von Rindern ist seit Jahrtausenden aufs Engste mit dem der Menschen verknüpft. Seit dem Beginn der Ackerbaukultur leben Homo sapiens und die domestizierten Nachfahren des Auer­ochsen zusammen. Von dieser engen Beziehung zeugen Rinderkulte, wie man sie heute vor allem aus dem Hinduismus kennt. In Hochkulturen wie im alten Ägypten wurde sogar der Himmel als große nahrungsspendende Kuh imaginiert. Doch in Deutschland kennen die meisten Menschen die hier lebenden 11,2 Millionen Rinder hauptsäch­lich aus Werbevideos oder von Bildern auf Lebensmittelver­packungen. Wirklich viel wissen wir nicht über diese Tiere, ihre komplexen sozialen Beziehungen, ihr Leben abseits der „Nutztierhaltung“. Manfred Jarischs Aufnahmen zeigen die Rinder in ihrer natürlichen Anmut und geben uns Gelegenheit, über die vielseitigen Tiere zu sinnieren.

Dafür, dass sich die Rinder beim Fototermin wohlfühlen, ist in der Arche Warder Rona Wichmann zuständig. Die 25-jährige Tier­pflegerin, die ihre Kolleginnen und Kollegen „die Kuhflüsterin“ nennen, weiß genau, welches Tier Brot mag, wer am Rücken gekratzt werden und wer lieber für sich sein will. „Rinder sind sanfte Tiere. Um gut mit ihnen zu arbeiten, braucht man selbst eine innere Ruhe“, sagt sie. Das zeigte sich auch auf den Lebenshöfen „RinderWahnSinn“ in Niederösterreich und der „Villa Kuhnterbunt“ bei Basel, wo Manfred Jarisch ebenfalls Aufnahmen machte: Die Tiere sind nur durch bedächtiges Locken und Abwarten zum Fotoshooting zu bewe­gen – bei vier Mägen sind zudem Leckereien ein starkes Argument.

Am Ende eines langen Fototermins sitzt Manfred Jarisch schließlich am Rand der Weide in der Arche Warder in einem Campingstuhl. Er sieht erschöpft aus, aber zufrieden. „Auf den ersten Blick ist das nicht zu erkennen, aber wer den Rindern länger zuschaut, sieht deren erstaunliche Mimik“, sagt er. Diese Ausdrucksstärke wolle er in seinen Bildern zeigen. Wenige Meter hinter ihm steht der Wasserbüffel Zorro auf der anderen Seite des Zaunes und muht den Fotografen herausfor­dernd an. Es klingt, als hätte er Lust auf eine weitere Runde im Partyzelt. 

Manfred Jarisch

(auf den Bildern mit Kappe und Kamera), Jahrgang 1966, lebt in München und fotografiert regelmäßig für das Greenpeace Magazin. In den letzten Jahren hat er für unsere Kalender unter anderem Schafe, Esel und Schweine auf einzigartige Weise in Szene gesetzt.

Unsere mehrfach ausgezeichnete Kalender-Reihe geht in die nächste Runde: Kühe, Ochsen und Bullen in all ihrer Vielfalt und Pracht stehen dieses Mal im Mittelpunkt - vom zierlichen Angler-Kalb bis zum tonnenschweren Braunvieh-Holsteiner, vom heimischen Fleckvieh bis zum Ungarischen Steppenrind. Manfred Jarisch eröffnet uns mit seinen Bildern einen faszinierenden Blick auf die jahrtausendealte Beziehung zwischen Mensch und Rind.

Es klingt ein bisschen wie ein alter Witz: Was machen ein Wasserbüffel, ein Yak und ein Heckrind in einem Partyzelt? Wer an diesem warmen Junitag am Rande des Tier- und Landschaftsparks Arche Warder in Schleswig-Holstein bis ans Ende des Geländes läuft und durch einen kleinen Spalt in das Zelt späht, in dem Aufnahmen für diesen Kalender gemacht werden, der sieht auf einen Blick: Sie machen einfach, was sie wollen.

Taschi, die Yakdame, läuft aufgeregt im Kreis. Das einjährige Rind ist schmal und scheu und wirkt eher wie ein groß geratenes Reh als ein Abkömmling der robusten Rinderherden aus Hochasien. Während­dessen stürmt der Wasserbüffel Zorro auf den Fotografen zu und schleckt am Objektiv, zerrt an den Zeltplanen, rangelt mit den Tierpflegern. Nur das Heckrind Zloty zeigt sich so, wie wir Rinder kennen: Der klein geratene Ochse mit dem graubraunen Fell steht brav in der Mitte und schaut aus großen dunklen Augen dem Tumult zu.

Drei Rinder in einem Zelt, die die Vielfalt der Gattungen auf der ganzen Welt widerspiegeln. Drei Rinder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihren Charakter und ihr Wesen fängt Manfred Jarisch gemeinsam mit seinem Assistenten David Saß für den diesjährigen Kalender des Greenpeace Magazins ein. Die wichtigste Eigenschaft dafür sei Geduld, sagt Jarisch. „Wir haben alle Zeit der Welt“, flüstert er, während er wenige Meter vor dem ungleichen Rindertrio im Heu kniet und wartet, bis die Tiere sich entspannen und der richtige Moment für die Aufnahmen gekommen ist.

Das Leben von Rindern ist seit Jahrtausenden aufs Engste mit dem der Menschen verknüpft. Seit dem Beginn der Ackerbaukultur leben Homo sapiens und die domestizierten Nachfahren des Auer­ochsen zusammen. Von dieser engen Beziehung zeugen Rinderkulte, wie man sie heute vor allem aus dem Hinduismus kennt. In Hochkulturen wie im alten Ägypten wurde sogar der Himmel als große nahrungsspendende Kuh imaginiert. Doch in Deutschland kennen die meisten Menschen die hier lebenden 11,2 Millionen Rinder hauptsäch­lich aus Werbevideos oder von Bildern auf Lebensmittelver­packungen. Wirklich viel wissen wir nicht über diese Tiere, ihre komplexen sozialen Beziehungen, ihr Leben abseits der „Nutztierhaltung“. Manfred Jarischs Aufnahmen zeigen die Rinder in ihrer natürlichen Anmut und geben uns Gelegenheit, über die vielseitigen Tiere zu sinnieren.

Dafür, dass sich die Rinder beim Fototermin wohlfühlen, ist in der Arche Warder Rona Wichmann zuständig. Die 25-jährige Tier­pflegerin, die ihre Kolleginnen und Kollegen „die Kuhflüsterin“ nennen, weiß genau, welches Tier Brot mag, wer am Rücken gekratzt werden und wer lieber für sich sein will. „Rinder sind sanfte Tiere. Um gut mit ihnen zu arbeiten, braucht man selbst eine innere Ruhe“, sagt sie. Das zeigte sich auch auf den Lebenshöfen „RinderWahnSinn“ in Niederösterreich und der „Villa Kuhnterbunt“ bei Basel, wo Manfred Jarisch ebenfalls Aufnahmen machte: Die Tiere sind nur durch bedächtiges Locken und Abwarten zum Fotoshooting zu bewe­gen – bei vier Mägen sind zudem Leckereien ein starkes Argument.

Am Ende eines langen Fototermins sitzt Manfred Jarisch schließlich am Rand der Weide in der Arche Warder in einem Campingstuhl. Er sieht erschöpft aus, aber zufrieden. „Auf den ersten Blick ist das nicht zu erkennen, aber wer den Rindern länger zuschaut, sieht deren erstaunliche Mimik“, sagt er. Diese Ausdrucksstärke wolle er in seinen Bildern zeigen. Wenige Meter hinter ihm steht der Wasserbüffel Zorro auf der anderen Seite des Zaunes und muht den Fotografen herausfor­dernd an. Es klingt, als hätte er Lust auf eine weitere Runde im Partyzelt. 

Manfred Jarisch

(auf den Bildern mit Kappe und Kamera), Jahrgang 1966, lebt in München und fotografiert regelmäßig für das Greenpeace Magazin. In den letzten Jahren hat er für unsere Kalender unter anderem Schafe, Esel und Schweine auf einzigartige Weise in Szene gesetzt.

Unsere mehrfach ausgezeichnete Kalender-Reihe geht in die nächste Runde: Kühe, Ochsen und Bullen in all ihrer Vielfalt und Pracht stehen dieses Mal im Mittelpunkt - vom zierlichen Angler-Kalb bis zum tonnenschweren Braunvieh-Holsteiner, vom heimischen Fleckvieh bis zum Ungarischen Steppenrind. Manfred Jarisch eröffnet uns mit seinen Bildern einen faszinierenden Blick auf die jahrtausendealte Beziehung zwischen Mensch und Rind.

Es klingt ein bisschen wie ein alter Witz: Was machen ein Wasserbüffel, ein Yak und ein Heckrind in einem Partyzelt? Wer an diesem warmen Junitag am Rande des Tier- und Landschaftsparks Arche Warder in Schleswig-Holstein bis ans Ende des Geländes läuft und durch einen kleinen Spalt in das Zelt späht, in dem Aufnahmen für diesen Kalender gemacht werden, der sieht auf einen Blick: Sie machen einfach, was sie wollen.

Taschi, die Yakdame, läuft aufgeregt im Kreis. Das einjährige Rind ist schmal und scheu und wirkt eher wie ein groß geratenes Reh als ein Abkömmling der robusten Rinderherden aus Hochasien. Während­dessen stürmt der Wasserbüffel Zorro auf den Fotografen zu und schleckt am Objektiv, zerrt an den Zeltplanen, rangelt mit den Tierpflegern. Nur das Heckrind Zloty zeigt sich so, wie wir Rinder kennen: Der klein geratene Ochse mit dem graubraunen Fell steht brav in der Mitte und schaut aus großen dunklen Augen dem Tumult zu.

Drei Rinder in einem Zelt, die die Vielfalt der Gattungen auf der ganzen Welt widerspiegeln. Drei Rinder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihren Charakter und ihr Wesen fängt Manfred Jarisch gemeinsam mit seinem Assistenten David Saß für den diesjährigen Kalender des Greenpeace Magazins ein. Die wichtigste Eigenschaft dafür sei Geduld, sagt Jarisch. „Wir haben alle Zeit der Welt“, flüstert er, während er wenige Meter vor dem ungleichen Rindertrio im Heu kniet und wartet, bis die Tiere sich entspannen und der richtige Moment für die Aufnahmen gekommen ist.

Das Leben von Rindern ist seit Jahrtausenden aufs Engste mit dem der Menschen verknüpft. Seit dem Beginn der Ackerbaukultur leben Homo sapiens und die domestizierten Nachfahren des Auer­ochsen zusammen. Von dieser engen Beziehung zeugen Rinderkulte, wie man sie heute vor allem aus dem Hinduismus kennt. In Hochkulturen wie im alten Ägypten wurde sogar der Himmel als große nahrungsspendende Kuh imaginiert. Doch in Deutschland kennen die meisten Menschen die hier lebenden 11,2 Millionen Rinder hauptsäch­lich aus Werbevideos oder von Bildern auf Lebensmittelver­packungen. Wirklich viel wissen wir nicht über diese Tiere, ihre komplexen sozialen Beziehungen, ihr Leben abseits der „Nutztierhaltung“. Manfred Jarischs Aufnahmen zeigen die Rinder in ihrer natürlichen Anmut und geben uns Gelegenheit, über die vielseitigen Tiere zu sinnieren.

Dafür, dass sich die Rinder beim Fototermin wohlfühlen, ist in der Arche Warder Rona Wichmann zuständig. Die 25-jährige Tier­pflegerin, die ihre Kolleginnen und Kollegen „die Kuhflüsterin“ nennen, weiß genau, welches Tier Brot mag, wer am Rücken gekratzt werden und wer lieber für sich sein will. „Rinder sind sanfte Tiere. Um gut mit ihnen zu arbeiten, braucht man selbst eine innere Ruhe“, sagt sie. Das zeigte sich auch auf den Lebenshöfen „RinderWahnSinn“ in Niederösterreich und der „Villa Kuhnterbunt“ bei Basel, wo Manfred Jarisch ebenfalls Aufnahmen machte: Die Tiere sind nur durch bedächtiges Locken und Abwarten zum Fotoshooting zu bewe­gen – bei vier Mägen sind zudem Leckereien ein starkes Argument.

Am Ende eines langen Fototermins sitzt Manfred Jarisch schließlich am Rand der Weide in der Arche Warder in einem Campingstuhl. Er sieht erschöpft aus, aber zufrieden. „Auf den ersten Blick ist das nicht zu erkennen, aber wer den Rindern länger zuschaut, sieht deren erstaunliche Mimik“, sagt er. Diese Ausdrucksstärke wolle er in seinen Bildern zeigen. Wenige Meter hinter ihm steht der Wasserbüffel Zorro auf der anderen Seite des Zaunes und muht den Fotografen herausfor­dernd an. Es klingt, als hätte er Lust auf eine weitere Runde im Partyzelt. 

Manfred Jarisch

(auf den Bildern mit Kappe und Kamera), Jahrgang 1966, lebt in München und fotografiert regelmäßig für das Greenpeace Magazin. In den letzten Jahren hat er für unsere Kalender unter anderem Schafe, Esel und Schweine auf einzigartige Weise in Szene gesetzt.

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